Gabelstaplerscheine - Fahrausweis für Flurförderzeuge


Fahrausweise für Flurförderzeuge


Ein Führerausweis ist die gängigste Form sich als Führer von Flurförderzeugen auszuweisen. Sie fragen sich sicherlich an dieser Stelle, warum es überhaupt notwendig ist, einen Führerausweis für Flurförderzeuge zu besitzen? Sie denken, dass die Nachweise in der Personalakte des entsprechenden, im Unternehmen angestellten Mitarbeiters ausreicht? Dann haben Sie weit gefehlt.  


Der Fahrausweis als Nachweis einschlägiger Kompetenz


Die persönlichen Fahrausweise werden nach bestandener Erstschulung (Prüfung in Theorie und Praxis) durch das lehrende Unternehmen ausgehändigt. Der Ausweis enthält alle personenbezogenen Daten, wie Name, Vorname, Geburtsdatum, Unterschrift, Lichtbild, Schulungsort und -tag sowie Ausbildungsstätte. Weitere, unternehmensinterne Daten wie Personalnummer und Einsatzbereich sind ebenfalls denkbare Daten, die aufgedruckt sein können.



Der Gabelstaplerschein: mehr als nur ein einfacher Ausweis


Der sogenannte Gabelstaplerschein ist viel mehr als „nur ein Ausweis“ er bescheinigt dem Inhaber eine Schulung in Theorie und Praxis erfolgreich absolviert zu haben. Außerdem werden in die Fahrausweise absolvierte Fort- und Weiterbildungen eingetragen. Das sind beispielsweise:


  • Weiterbildung für den Schubmaststapler
  • Weiterbildung für den Teleskopstapler
  • Einweisung im Arbeit gebenden Betrieb
  • Jährliche Sicherheitsunterweisungen
  • Schriftlicher Fahrauftrag


All diese Informationen werden ordnungsgemäß direkt in den Fahrausweisen der Mitarbeiter erfasst. Die direkte Erfassung in den Gabelstaplerscheinen bietet den Vorteil, dass die Mitarbeitenden selbst über die Ablaufenden Fristen informiert sind und Kontrollen einfach durchgeführt werden können. Gerade auch bei Kontrollen durch die Berufsgenossenschaft wird akribisch darauf geachtet.



Die Ausbildung zum Gabelstaplerfahrer


Für eine Ausbildung zum Gabelstaplerfahrer und damit zum Erhalt eines Gabelstaplerausweises müssen Sie volljährig sein und die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Die Ausbildung erfolgt in zwei Teilen:


  • Der erste Teil widmet sich der Theorie. Hier werden theoretische Grundlagen wie Gefahren, technische Handhabung und Sicherheit im Betrieb wie Fahrregeln und die täglichen Prüfungen am Gerät veranschaulicht.
  • Im zweiten Teil wird die Praxis geschult. Dabei werden Hub- und Manöverübungen auf einem abgesperrten Gelände geübt und durch den Ausbilder für Flurförderzeuge bewertet, der Ihnen auch Tipps und Tricks zeigt.


Beide Teile schließen mit einer Prüfung ab. Im Anschluss erhalten Sie innerhalb weniger Tage eine Urkunde und den Gabelstaplerschein per Post zugeschickt. Allerdings befähigt Sie das alleinig nicht, um im Unternehmen sich „hinter das Steuer zu setzen“, denn Sie benötigen noch eine unternehmensspezifische Einweisung. Hier werden Besonderheiten wie Fahrwege, Ampeln, Fußgängerkreuzungen und andere Gefahren geschult. Häufig endet dieser Teil ebenfalls in einer Prüfung, die zwingend in den Gabelstaplerschein durch einen Ausbilder für Flurförderzeuge einzutragen ist. Erst wenn diese drei Teile eingetragen sind, erhalten Sie einen schriftlichen Fahrauftrag. Damit haben Sie alle Voraussetzungen erfüllt und können Ihrer neuen Tätigkeit ab sofort nachgehen.



Die jährlichen Unterweisungen


Jedes Jahr brauchen Sie als Gabelstaplerfahrer eine Unterweisung. In dieser Unterweisung werden neue Gefahren, neue Erkenntnisse und auch andere Sachverhalte um das Thema „fahren von Gabelstaplern“ besprochen. Diese Unterweisungen können mit einem Abschlusstest versehen sein und sind durch einen Ausbilder für Flurförderzeuge entweder im Unternehmen selbst oder durch ein externes Unternehmen durchzuführen. Die erfolgreiche Unterweisung ist zwingend in die Fahrausweise der teilnehmenden Personen einzutragen.

Damit werden alle Vorschriften seitens Gesetzes und Berufsgenossenschaft erfüllt. Im Falle von Kontrollen und Unfällen sind somit alle Nachweise vorhanden und können direkt vorgeführt werden.



Teilnahme am Straßenverkehr


Für die Teilnahme am Straßenverkehr sind alleinig die Gabelstaplerscheine nicht ausreichend. Sollen Gabelstaplerfahrer mit dem Gerät am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen (das ist bereits dann der Fall, wenn auch „nur“ eine Straße überquert wird) ist ein öffentlicher Führerschein, wie für ein PKW oder ein LKW notwendig. Die jeweils erforderliche Führerscheinklasse richtet sich nach:


  • der Geschwindigkeit und
  • nach der Gesamtmasse


des Gabelstaplers. Gemäß der DGUV (deutsche gesetzliche Unfallversicherung) 308-001 braucht ein Gabelstaplerfahrer, der am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, eine Fahrerlaubnis gemäß § 2 Straßenverkehrsgesetz. Das bedeutet im Einzelnen:


siehe Bild unten.


Für die Einhaltung dieser Regelungen sind das beschäftigte Unternehmen sowie der Gabelstaplerfahrer selbst verantwortlich.



Ihr Wissen: dürfen Sie mit dem Stapler im öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen?


Damit Sie sicher am öffentlichen Straßenverkehr mit dem Gabelstapler teilnehmen können benötigen Sie Kenntnisse der öffentlichen Verkehrsregeln, an die sich alle Verkehrsteilnehmer zu halten haben. Diese Verkehrsregeln darf ein Ausbilder für Flurförderzeuge nicht schulen. Damit werden den Inhabern eines Gabelstaplerscheins weder die Ampelregelungen noch Verkehrszeichen oder andere Vorschriften beigebracht. Lediglich vereinfachte Verkehrsregeln, die auf gängigen Betriebsgeländen vorzufinden sind, werden in allgemeiner Form geschult. Die jeweilige, unternehmensspezifische Schulung wird durch entsprechend fachkundigen Personals, also einen Ausbilder für Flurförderzeuge, geschult.

Daher dürfen Sie das Betriebsgelände mit dem Gabelstapler nicht verlassen, wenn Sie nicht den entsprechend notwendigen Führerschein nach §2 StVG besitzen! Fragen Sie im Zweifel Ihren Ausbilder für Flurförderzeuge.



Die Technik: Ist der Stapler fit für den Straßenverkehr?


Neben den entsprechenden Fahrausweisen ist auch der Gabelstapler selbst verkehrssicher auszustatten. Das bedeutet im Einzelnen, dass er über alle notwendigen Lichter wie Frontscheinwerfer, Blinker, Bremslicht, Warnlicht usw. verfügen muss. Außerdem wird eine Zulassung und auch ein Nummernschild benötigt. Dafür ist das Unternehmen verantwortlich. Der Gabelstaplerfahrer ist dafür jedoch verantwortlich, dass wenn er am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, auch das entsprechend zugelassene Gerät anwendet und die geforderten Schutzvorkehrungen wie beispielsweise den Zinkenschutz bei Fahrten ohne Last montiert.



Ausbilder für Flurförderzeuge: Befähigung und Ernennung


Als Gabelstaplerfahrer und Inhaber eines Gabelstaplerscheins können Sie je nach Unternehmen einige Aufstiegschancen nutzen und sich entsprechend weiterbilden. Sofern es in Ihrem Unternehmen möglich ist, können Sie sich zum „Ausbilder Flurförderzeuge“ weiterbilden. Diese Weiterbildung befähigt Sie, selbständig Gabelstaplerfahrer auszubilden und Fahrausweise auszustellen sowie Urkunden zu unterzeichnen.



Voraussetzungen, um als Ausbilder für Flurförderzeuge tätig zu werden


Damit Sie als Ausbilder Flurförderzeuge tätig sein können müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen:


  • Sie müssen mindestens 24 Jahre alt sein
  • Sie müssen mindestens zwei Jahre Erfahrung auf Gabelstaplern vorweisen können
  • Sie müssen in der Lage sein, Menschen zu unterrichten. Diese Voraussetzung erlangen Sie beispielsweise mit dem Nachweis einer Meisterausbildung oder einer Ausbildung z. B. als Logistiger und anschließende vierjähriger Berufserfahrung.


Insofern in Ihrem Unternehmen Ausbilder Flurförderzeuge benötigt werden, ist die Absolvierung des zweitägigen Lehrgangs im Ausbildungszentrum Stapler Schmidt sinnvoll und jederzeit möglich. Auch hier benötigen Sie eine entsprechende Beauftragung als Ausbilder Flurförderzeuge im Unternehmen tätig zu werden. Anschließend kümmern Sie sich um alle Belange:


  • Erstschulungen
  • Einweisungen in Gabelstapler
  • Einweisung im Unternehmen
  • Jährliche Sicherheitsunterweisungen


Für mindestens diese Aufgaben sind Sie im Rahmen Schulungsinhalte, Schulungsdurchführung, Schulungsdokumentation und Aushändigung der Fahrausweise zuständig. Die Stelle kann im Unternehmen mit weiteren Aufgaben verknüpft sein. Denkbar sind:


  • Weitere „normale“ Tätigkeit als Logistiker und Gabelstaplerfahrer
  • Sicherheitsbeauftragter
  • Team- oder Abteilungsleiter


Die Aufgabengebiete können sich je nach Unternehmen sehr stark unterscheiden.



Notwendigkeit eines Ausbilders für Flurförderzeuge


Ein Ausbilder Flurförderzeuge wird im Unternehmen dann benötigt, wenn dieses viele Gabelstaplerfahrer beschäftigt und ein eigener Ausbilder für Flurförderzeuge Sinn macht. Aus Kostengründen wird häufig auf einen eigenen Ausbilder für Flurförderzeuge jedoch verzichtet und die Mitarbeitenden werden auf entsprechende Kurse in Ausbildungszentren geschickt.

Allerdings ist ein eigener Ausbilder Flurförderzeuge für das Unternehmen besonders wertvoll, denn er kann die eigenen Mitarbeiter aufgrund seiner Erfahrungen im Unternehmen schulen und z. B. im Rahmen einer weiteren Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter Gefahrenquellen direkt erkennen und beseitigen. Damit gilt er als Fachkraft im Unternehmen.



Ausbildungszentrum Stapler Schmidt


Das Ausbildungszentrum Stapler Schmidt ist Ihr regionaler Ansprechpartner, wenn Sie Schulungen für Flurförderzeuge, Hubarbeitsbühnen aber auch Kran- und Ladungssicherungsschulungen benötigen. Der theoretische Unterricht erfolgt häufig online. Außerdem können Schulungen einfach und schnell durchgeführt werden, da keine Schulungsräume oder Reisen zu organisieren sind.

Die praktische Ausbildung und Prüfung erfolgen jeweils bei Ihnen vor Ort oder an einem Ort in der Region Neuss. Nähre Informationen finden Sie hierzu auf der Internetseite.



Einschlägige Kompetenz: Ausbilder der Ausbilder


Ihr Ausbilder Torsten Schmidt ist geprüfter und durch die IHK zertifizierter Ausbilder der Ausbilder und schult alle angebotenen Kurse transparent und detailgetreu. Als geprüfter Logistikmeister (IHK) kennt er ebenfalls den Arbeitsalltag genau und kann so auf die einzelnen Bedürfnisse seiner Kursteilnehmer eingehen. Mit dem Ausbildungszentrum Stapler Schmidt sichern Sie sich zahlreiche Kompetenz aus einer Hand!



Die Verlagsecke


Neben den angebotenen Kursen werden weitere Materialien zur Verfügung gestellt. In der Verlagsecke finden Sie


  • Diverse Lehrmaterialien
  • Unterschiedliche Fahrausweise
  • Sowie Ausbildungsvideos
  • Als Kursteilnehmer „Ausbilder Flurförderzeuge“ erhalten Sie Hilfe bei Fragen zu Kursdurchführungen.


Die Verlagsecke rundet damit das Angebot des Ausbildungszentrums Stapler Schmidt vollständig ab. Dadurch erhalten Sie die Möglichkeit Schulungen nicht zur Qual werden zu lassen.



Großes Angebot unterschiedlicher Fahrausweise


Stapler Schmidt bietet Ihnen unterschiedliche Fahrausweise an:



Alle Fahrausweise sind nach juristischen und berufsgenossenschaftlichen Vorgaben gefertigt und genügen somit höchsten Ansprüchen. Das Material ist ein Spezialpapier „Neobond gelb mit 200 g/qm“ und ist lebensmittelecht und bis zu 100 °C temperaturbeständig. Alle Fahrausweise haben das Format 7,5 x 10,5 cm. Sie erhalten damit ein hochwertiges Produkt, indem Sie alle notwendigen Eintragungen für Ihre Fahrer erfassen können.

Die Führerausweise erhalten Sie entweder mit eigenem Logo oder mit dem Logo des Ausbildungszentrums Stapler Schmidt. Auch Führerausweise ohne Logo sind kein Problem.

Die Preisgestaltung ist abhängig vom Layout (Logo) und der abgenommenen Menge. Der Preis für 600 Stück und eigenem Logo liegt bei 0,80 € pro Ausweis. Hinzukommen noch die Versandkosten. Die Lieferzeit beträgt rund acht Werktage.



Schulungsmaterial direkt vom Profi


Damit Sie als Ausbilder Flurförderzeuge direkt starten können bietet Ihnen das Ausbildungszentrum Stapler Schmidt vollständige Kursunterlagen mit:


  • Lehrvideos
  • Schulungsdokumentation (Handout)
  • Schulungspräsentation
  • Prüfungsfragen


in einem speziellen Bundle an. Die Unterlagen können auch individuell angefertigt werden. Damit haben Sie nicht nur rechtssichere Unterlagen (nach DGUV) sondern erhalten auch gleichzeitig Support bei aufkommenden Fragen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internet.




von Andreas Gschnitzer • 28. Oktober 2026
Ausbildung zum UVV-Prüfer für Hubarbeitsbühnen und Arbeitskörbe Hubarbeitsbühnen und Arbeitskörbe ermöglichen Arbeiten in der Höhe. Damit Beschäftigte diese Arbeitsmittel sicher nutzen können, müssen technische Mängel rechtzeitig erkannt und fachgerecht beurteilt werden. Hier übernehmen UVV-Prüfer für Hubarbeitsbühnen und Arbeitskörbe eine verantwortungsvolle Aufgabe. Die Weiterbildung vermittelt Kenntnisse über Prüfanforderungen, typische Schäden und die Dokumentation der Ergebnisse. Sie ergänzt die technische Qualifikation und praktische Erfahrung, die eine zur Prüfung befähigte Person benötigt. Sie möchten Ihre Kenntnisse erweitern oder Mitarbeitende für diese Aufgabe qualifizieren? Informationen zu unserem Lehrgang finden Sie hier: ➡️ Ausbildung zum UVV-Prüfer für Hubarbeitsbühnen Was macht ein UVV-Prüfer für Hubarbeitsbühnen? Ein UVV-Prüfer untersucht, ob sich eine Hubarbeitsbühne in einem sicheren Zustand befindet. Dabei geht es darum, Verschleiß, Beschädigungen und Funktionsstörungen zu erkennen und ihre Bedeutung für die weitere Verwendung einzuschätzen. Zu den Aufgaben gehören beispielsweise: Prüfung der vorhandenen Unterlagen und Kennzeichnungen Sichtprüfung auf Beschädigungen und Verschleiß Kontrolle sicherheitsrelevanter Bauteile Funktionsprüfung der Bedien- und Sicherheitseinrichtungen Bewertung festgestellter Mängel Dokumentation der Prüfergebnisse Welche Prüfungen im Einzelnen erforderlich sind, hängt von der Bauart, den Herstellerangaben und den betrieblichen Einsatzbedingungen ab. Hinweise für regelmäßige Prüfungen enthält der DGUV Grundsatz 308-002 „Prüfung von Hebebühnen“ . Welche Hubarbeitsbühnen gibt es? Je nach Einsatzort und Arbeitsaufgabe kommen unterschiedliche Bauarten zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem: Scherenarbeitsbühnen Gelenkteleskoparbeitsbühnen Teleskoparbeitsbühnen Anhängerarbeitsbühnen Lkw-Arbeitsbühnen Senkrechtlifte Bei der Prüfung müssen die technischen Besonderheiten des jeweiligen Geräts berücksichtigt werden. Eine Scherenarbeitsbühne stellt andere Anforderungen an die Beurteilung als eine Bühne mit weit ausfahrendem Teleskopausleger. Für Prüfpersonen ist es deshalb wichtig, die Geräte zu kennen, die sie tatsächlich prüfen sollen. Dazu gehören deren Aufbau, Sicherheitseinrichtungen und mögliche Schadensbilder. Hubarbeitsbühne und Arbeitskorb – worin liegt der Unterschied? Der Begriff „Arbeitskorb“ wird im Alltag für unterschiedliche Einrichtungen verwendet. Gemeint sein kann der Arbeitsbereich einer Hubarbeitsbühne oder eine separate Arbeitsbühne, die beispielsweise an einem Gabelstapler aufgenommen wird. Diese Unterscheidung ist für die Prüfung entscheidend. Eine Arbeitsbühne auf den Gabelzinken eines Staplers lässt sich nicht pauschal wie eine selbstfahrende Hubarbeitsbühne beurteilen. Für Arbeitsbühnen an Flurförderzeugen mit Hubmast enthält die DGUV Information 208-031 eigene Hinweise zur Beschaffenheit, Verwendung und Prüfung. Dabei ist auch die Kombination aus Arbeitsbühne und Trägergerät zu betrachten. DGUV Information 208-031 Teilen Sie uns bei Ihrer Anfrage deshalb gerne mit, welche Hubarbeitsbühnen oder Arbeitskörbe Sie später prüfen möchten. Warum sind regelmäßige Prüfungen wichtig? Beim täglichen Einsatz können Bauteile verschleißen oder beschädigt werden. Manche Veränderungen sind sofort sichtbar, andere fallen erst bei einer gezielten Kontrolle auf. Prüfpersonen achten beispielsweise auf: Verformungen und Risse beschädigte Geländer und Zugänge Undichtigkeiten beschädigte Leitungen und Schläuche auffällige Bewegungen oder Geräusche fehlerhafte Bedien- und Sicherheitseinrichtungen fehlende oder unleserliche Kennzeichnungen Die frühzeitige Erkennung solcher Mängel hilft Unternehmen, notwendige Reparaturen zu planen und unsichere Arbeitsmittel rechtzeitig aus dem Betrieb zu nehmen. Welche Vorschriften und Regeln sind relevant? Für die Qualifizierung und die spätere Prüftätigkeit sind insbesondere folgende Grundlagen von Bedeutung: Betriebssicherheitsverordnung: Anforderungen an die sichere Verwendung und Prüfung von Arbeitsmitteln TRBS 1203: Anforderungen an zur Prüfung befähigte Personen DGUV Grundsatz 308-002: Prüfung von Hebebühnen DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen DGUV Regel 100-500, Kapitel 2.10: Betreiben von Hebebühnen DGUV Information 208-031: Einsatz von Arbeitsbühnen an Flurförderzeugen mit Hubmast Welche Grundlagen für einen konkreten Prüfauftrag anzuwenden sind, richtet sich nach dem Arbeitsmittel und der vorgesehenen Prüfung. Die Herstellerunterlagen gehören ebenfalls zur Vorbereitung. Wer kann zur Prüfung befähigte Person werden? Die Bezeichnung UVV-Prüfer ist im betrieblichen Alltag verbreitet. Für viele Prüfaufgaben ist die Qualifikation als zur Prüfung befähigte Person maßgeblich. Nach der TRBS 1203 gehören dazu eine geeignete technische Berufsausbildung oder andere einschlägige technische Qualifikation, entsprechende Berufserfahrung und eine zeitnahe berufliche Tätigkeit. Die Kenntnisse müssen zur Schwierigkeit der übertragenen Prüfaufgabe passen. Ein Lehrgang unterstützt den Aufbau und die Aktualisierung des Fachwissens. Das Zertifikat allein ersetzt jedoch nicht die erforderliche Erfahrung und die Beurteilung der Eignung für den konkreten Prüfauftrag. BAuA – TRBS 1203 Die Weiterbildung ist daher besonders für technisch erfahrene Beschäftigte interessant, etwa aus Instandhaltung, Werkstatt, Service oder Fuhrparkbetreuung. Was lernen Sie in der Ausbildung? Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen an Prüfpersonen sowie die Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation von Prüfungen. Typische Lernbereiche sind: Aufgaben und Verantwortung der Prüfperson rechtliche und technische Grundlagen Aufbau und Funktionsweise der Arbeitsmittel typische Mängel und Schadensbilder Sicht- und Funktionsprüfungen Bewertung von Prüfergebnissen Prüfprotokolle und Nachweise Ziel ist es, technische Beobachtungen nachvollziehbar zu bewerten und Prüfergebnisse so festzuhalten, dass der Betreiber notwendige Maßnahmen daraus ableiten kann. Wie häufig müssen Hubarbeitsbühnen geprüft werden? Die Prüffristen werden anhand der Gefährdungsbeurteilung festgelegt. Dabei sind unter anderem Einsatzbedingungen, Beanspruchung und Herstellerangaben zu berücksichtigen. Die DGUV Information 208-019 verweist für regelmäßige Prüfungen von Hebebühnen auf Abstände von längstens einem Jahr. Kürzere Fristen können aufgrund der tatsächlichen Nutzung erforderlich sein. Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen regelmäßigen Prüfungen und Prüfungen aus besonderem Anlass. Für außerordentliche Prüfungen gelten zusätzliche Anforderungen an das Prüfpersonal. DGUV Information 208-019 Warum gehört die Dokumentation zur Prüfung? Ein Prüfaufkleber allein beschreibt weder den Prüfumfang noch festgestellte Mängel. Ein aussagekräftiger Prüfbericht macht nachvollziehbar, welches Gerät geprüft wurde und wie die Prüfperson zu ihrem Ergebnis gekommen ist. Zur Dokumentation gehören insbesondere: eindeutige Zuordnung zum Arbeitsmittel Datum und Umfang der Prüfung festgestellte Mängel Prüfergebnis und erforderliche Maßnahmen Angaben zur Prüfperson Eine sorgfältige Dokumentation unterstützt die weitere Wartungs- und Reparaturplanung und erleichtert die Vorbereitung späterer Prüfungen. Welche Vorteile bietet eine eigene Prüfperson im Unternehmen? Eine entsprechend qualifizierte interne Prüfperson kennt häufig die Geräte, Einsatzbedingungen und typischen Belastungen im Betrieb. Das kann Unternehmen dabei unterstützen, Prüftermine besser mit dem Betriebsablauf abzustimmen, technische Auffälligkeiten frühzeitig einzuordnen, Reparaturen gezielt vorzubereiten, Prüfnachweise einheitlich zu führen, Zuständigkeiten klar zu organisieren. Ob interne Prüfungen wirtschaftlich sinnvoll sind, hängt unter anderem von der Anzahl der Geräte und dem vorhandenen technischen Personal ab. Online lernen oder gemeinsam im Unternehmen Bei Stapler Schmidt können Sie die Weiterbildung für Hubarbeitsbühnen online sowie als Präsenz- oder Inhouse-Seminar absolvieren. Im Online-Lehrgang bearbeiten Sie die Inhalte im Selbststudium auf unserer Lernplattform. Dadurch lässt sich das Lernen flexibel mit dem beruflichen Alltag verbinden. Für Unternehmen bietet eine Inhouse-Schulung die Möglichkeit, mehrere Beschäftigte gemeinsam weiterzubilden. Informationen zu Ablauf, Leistungsumfang und Buchung finden Sie auf unserer Seminarseite für UVV-Prüfer für Hubarbeitsbühnen . 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